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Seit über 10 Jahren hält der Trend der steigenden Immobilienpreise in Deutschland an. In einer Marktwirtschaft bestimmen eben Angebot und Nachfrage den Preis. Ist das Angebot der Immobilien knapp so steigen die Immobilienpreise. Steigt das Angebot so sinken die Preise.
Wie wirkt sich nun das Zinsniveau auf die Immobilienpreise aus? Die meisten Käufer sind nicht in der Lage den Kaufpreis direkt zu bezahlen. Sie nehmen für gewöhnlich ein Darlehen bei der Bank auf. Bei einem niedrigen Zinssatz ist die monatliche Belastung für den Käufer geringer. Er bezahlt also weniger Zinsen. Er kann sich dafür aber einen höheren Kaufpreis leisten. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Käufer bei gleichem Einkommen und höheren Zinsen einen vergleichsweise niedrigeren Kaufpreis finanzieren lassen kann. Aufgrund steigender Einkommen und niedriger Zinsen können Käufer heute im Vergleich zu den letzten 20 Jahren ein deutlich höheres Kreditvolumen bewältigen. Wie wirkt sich die Nachfrage von Kapitalanlegern auf die Immobilienpreise aus? Kapitalanleger suchen in der Regel nach Möglichkeiten ihr Einkommen zu steigern. Nachdem Investitionen in Staatsanleihen aufgrund niedriger Zinsen keine wirkliche Alternative sind, erhöht sich die Immobiliennachfrage zusätzlich.  Auch wenn durch die hohen Einstandspreise bei Immobilien die Rendite aus Vermietung gering ausfällt, so ist sie mangels Alternativen trotzdem lohnend. Die Immobiliennachfrage durch Kapitalanlegern lässt den Immobilienpreis zusätzlich steigen. Es gibt weitere Einflussfaktoren, die sich auf die Immobilienpreise auswirken. Die Zinsen sind der jedoch der maßgebliche Treiber. Bei steigenden Zinsen werden sich vermutlich in der Folge auch die Immobilienpreise ändern.